Mittwoch, 8. November 2017

Burgruine Bohus in Schweden

Etwa 20 Kilometer nördlich der Stadt Göteborg befinden sich die imposanten Überreste der Festung Bohus.

Die Anlage thront auf einem Felsengrat hoch über dem Fluss Göta.


Erbaut wurde die Burg im 14 Jh n.Chr. als Grenzfestung vom norwegischen König Hakon v. Magnusson. Schweden besaß hier einst nämlich nur einen kleinen Streifen Land. Im Süden lag Dänemark, und Norwegen erstreckte sich weit in den Westen hinein.
Durch diese exponierte Lage wurde die Burg besonders stark befestigt. Im Laufe der Zeit wurde Bohus insgesamt 14 Mal belagert, aber nie gewaltsam eingenommen.
Erst beim Frieden von Roskilde 1658 wurde die Anlage schließlich schwedisch.

1789 sollte alles abgerissen werden, und die Burgreste dienten fortan als Steinbruch.
Erst 1838 verbot König Carl XIV. Johan den weiteren Abriss der Festung. Später erfolgten erste Instandhaltungsmaßnahmen.



In heutiger Zeit erfreuen sich zahlreiche Besucher über dieses einzigartige Kulturdenkmal und genießen den malerischen Ausblick. Es gibt kulturelle Veranstaltungen, wie Turnierspiele, Kinderworkshops und Kunsthandwerk zu besuchen.



Mittwoch, 30. August 2017

Schloss Drottningholm


Das UNESCO Weltkulturerbe Schloss Drottningholm wurde 1662 im Auftrag der Königswitwe Hedvig Eleonora erbaut.

Zunächst entstand auf einer kleinen Insel im Mälarensee ein Barockschloss, welches jedoch im Laufe der Zeit mehrmals erweitert und verändert wurde.


Heute ist sowohl die Schlossanlage, als auch der große Park ein sehenswerter Stilmix aus verschiedensten Epochen.
 

Die prunkvolle Inneneinrichtung spiegelt den damaligen Zeitgeist wider und zählt zu den schönsten des Landes.


 
Gleich neben dem Gebäude befindet sich das Schlosstheater. Der Theatersaal ist seit seiner Fertigstellung im Jahre 1766 unverändert geblieben. Durch einen komplizierten Mechanismus mit Seilzügen werden bei geöffnetem Vorhang die seitlich gestaffelten Kulissen bei jedem Szenenwechsel ausgetauscht.
 

Eine weitere Besonderheit ist das kleine „China-Schloss“ am Ende des Parks. Hier verbrachte einst die Königsfamilie friedliche Sommertage frei von steifer Etikette.










Das Schloss ist seit 1981 Wohnsitz der königlichen Familie. Der größte Teil des Gebäudeensembles und der Parkanlage sind jedoch ganzjährig für Besucher geöffnet. 

Schloss Drottningholm befindet sich etwa 10 Kilometer von Stockholms Zentrum entfernt.







Samstag, 15. Juli 2017

Naturpark Blockheide

Der Naturpark Blockheide im nördlichen Niederösterreich (oberes Waldviertel) liegt exakt am 15. Meridian östlich von Greenwich und besteht schon seit dem Jahr 1964.

Die Landschaft ist geprägt von dunklen Teichen, sattgrünen Wädern und moosbewachsenen
Steinriesen. 

Bekannt ist der Park vor allem für seine imposanten Steinformationen aus Granit. Einige davon tragen fantasievolle Namen, wie zB Teufelsbett, Koboldstein, oder die Grillensteine.



  
Neben den Granitfelsen gibt es auch einige Wackelsteine zu erwandern.

 


Zahlreiche Mythen ranken sich um die oft seltsam geformten Felsblöcke inmitten der sanften, ruhigen Hügellandschaft.
Die bekannteste Legende berichtet, dass Gott nach der Erschaffung der Welt westwärts zog. Dabei störten ihn einige große Steine, die mitten im Weg lagen. Er sammelte alle in ein großes Tuch ein. Als er jedoch zur Blockheide kam, wurde dieses Tuch so schwer, dass es riss und die Steine heraus purzelten. Da der Tag sich schon dem Ende zuneigte, kehrte Gott nach Hause zurück und vergaß die Felsblöcke. 

Am höchsten Punkt des Parks wurde eine hölzerne Aussichtswarte mit schönem Rundum-Blick errichtet.  Daneben befindet sich das Schutzhaus Blockheide zur Einkehr für müde Wanderer.

Parkmöglichkeit: beim Gasthaus Traxler in Gmünd, weitere Infos unter der Homepage
http://www.blockheide.at/page.asp/-/22.htm

Samstag, 8. Juli 2017

Gsellmanns Weltmaschine


 

Diese Kuriosität befindet sich in der Steiermark, in der Ortschaft Edelsbach. 
Die Maschine schnaubt, rattert und blinkt. Noch dazu drehen sich Teile davon und Glöckchen läuten. 


 
25 Elektromotoren treiben die etwa 4 Meter lange und ebenso hohe Maschine an. Erbaut wurde sie von Franz Gsellmann (1910-1981) in den Jahren 1958 bis zu seinem Tod 1981. Die Idee zu seinem Lebenswerk entstand 1958 als er einen Bericht über das neu eröffnete Atomium las. Der bis dahin kaum aus seinem Dorf in der Steiermark gekommene Landwirt reiste nun extra nach Brüssel, um sich inspirieren zu lassen.
  
Schließlich entstand im heimatlichen Dorf das Ungetüm nach und nach aus Schrottteilen, Flohmarktware und allerlei Sammelsurium. Herr Gsellmann verbaute in seiner Traummaschine über 2000 Bestandteile, die er jeden Tag auch ausgiebig putzte. Zu seinen Lebzeiten wurde er als Sonderling behandelt. Heute ist das Meisterwerk zu besichtigen und lohnt einen Ausflug ins steirische Thermenland.



Donnerstag, 22. Juni 2017

Park und Schloss Monserrate

Inmitten der lieblichen Hügellandschaft der Provinz Sintra / Portugal befindet sich die wunderschöne Schlossanlage von Monserrate.
 

Erbaut wurde das Anwesen 1856 auf den Resten einer Kapelle, die jedoch 1755 durch das große Erdbeben von Lissabon zerstört wurde. Besitzer war die englische Kaufmannsfamilie Cook, die ihren Reichtum durch Textilhandel erwarb. Sir Francis Cook ließ auch den 33 Hektar großen romantischen Garten anlegen, der in verschiedene Bereiche unterteilt ist, z.B. den Rosengarten oder auch den Mexikanischen Garten.









Am Rande des Gartens mit seinen vielen lauschigen Picknickplätzen wurde eine künstliche Ruine einer Kapelle aufgebaut. Um die Reste windet sich ein australischer Gummibaum.



Das Innere des Schlosses, welches der Familie einst als Sommersitz diente, wurde durch den romantischen Zeitgeist mit allerlei verspielten Details versehen. Edle Marmorverkleidungen, gotische Bögen und feine Stuckarbeiten sind sehr sehenswert. Leider ist die Einrichtung nicht mehr erhalten, denn das Anwesen stand über 50 Jahre leer. Im Jahr 2000 wurde mit den Restaurierungsarbeiten begonnen. Seit 2010 ist das Herrenhaus und die Parkanlage für Besucher geöffnet.






Im Gegensatz zum Nationalpalast und dem Palacio Pena, die zentraler gelegen sind, verirren sich zum Schloss Monserrate nur wenige Touristen.  Erreichbar ist das Anwesen entweder mit dem Auto, oder mit dem Bus Nr. 435 von der etwa 4km entfernten Zugstation Sintra.

Nähere Details dazu unter:
http://www.parquesdesintra.pt/en/parks-and-monuments/park-and-palace-of-monserrate/



Samstag, 10. Juni 2017

Österreich - Lingenauer Quelltuff





Inmitten des Bregenzer Waldes in Voralberg befindet sich die malerische Ortschaft Lingenau.
Von hier aus startet ein gut beschilderter Wanderweg zu einem besonderen Naturerlebnis - wohl ein echter Geheimtipp - dem Lingenauer Quelltuff.


Die großartigen Kalksinterbildungen entstanden im Laufe der Zeit durch kalkhaltiges Wasser, das sich unabänderlich seinen Weg über einen Steilhang ins Tal bahnte. So bezaubert den Wanderer in heutiger Zeit eine honiggelbe Steinlandschaft mit zahlreichen Tümpeln, schimmernden Baldachinen und meterhohen Sintervorhängen.

Zwischen den Felsen und Becken verläuft ein auf Holzstegen und Treppen errichteter Pfad mit 5 Informationstafeln, die dieses Naturschauspiel anschaulich erklären.

Der leicht zu begehende Rundwanderweg startet in Lingenau bei der St.-Anna-Kapelle. Die Gehzeit beträgt etwa 1 ½ Stunden. Beim Gemeindeamt liegen Infofolder auf.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Montenegro - die Bucht von Kotor

Die Stadt Kotor liegt am Ende einer lang gezogenen Meeresbucht mit dem Namen Boka Kotorska. Über 30 Kilometer bahnt sich der Ozean hier seinen Weg ins Landesinnere.

Die malerische Altstadt aus venezianischer Zeit schmiegt sich an die schroffen Steilwände des Berges Iwan und wird flankiert von einer mächtigen Festungsanlage. Einst war hier ein Zentrum des Salzhandels. Heute flanieren Touristen durch die engen Gassen.

Beinahe wie ein ruhiger See mutet das Ende der Bucht an. Der gesamte innere Bereich wurde zum UNESCO Welterbe ernannt.Einen herrlichen Ausblick auf die roten Dächer der Stadt und den tiefblauen Ozean genießt man von der Bergstraße bei Trojica.